Funk und Alarmierung

Moderne Kommunikationstechnik ist zu einer unverzichtbaren Ausstattung bei den Feuerwehren geworden. Auch wenn der Einsatz eines Melders heute noch durchaus seine Berechtigung findet, wird der überwiegende Teil der Koordination und Verständigung der Einsatzkräfte über Funk abgewickelt. Zuverlässigkeit und Bediensicherheit der Geräte sowie eine deutliche und aussagekräftige Abwicklung des Funkgesprächs sind die Voraussetzung für eine erfolgreiche Funkkommunikation.

Eng mit dem Funk ist auch die Alarmierung verbunden. Im Gegensatz zu früher werden die Feuerwehren heutzutage für eine gesamte Stadt oder einen Landkreis von einer zentralen Stelle aus über Funk alarmiert. Seit wenigen Jahren erfolgt dies computerunterstützt, so dass das Personal der Einsatzzentralen entlastet und die Alarmierungszeit verkürzt werden konnte.

 

Einsatztelegramm
Seit Anfang August 2006 bekommen wir bei jedem Alarm ein Einsatztelegramm (Depesche, Alarmfax) in das Feuerwehrhaus gefaxt. Dort stehen, neben dem Einsatzstichwort und der Einsatzart, die genaue Adresse des Einsatzortes. Dies bedeutet mehr Datenschutz im Funkverkehr, da ein Nachfragen des Einsatzortes über Sprechfunk nicht mehr nötig ist.
Auch Übermittlungsfehler werden dadurch nahezu ausgeschlossen.

Analoge Funkmeldeempfänger und Sirenen
Seit 1974 werden funkgesteuerte Sirenen und Funkmeldeempfänger durch sogenannte ZVEI-5 Tonfolgen ausgelöst. Die fünfstelligen Rufnummern, die jeder Feuerwehr zugewiesen sind, werden über Funk in Form von Tönen ausgesendet. Die entsprechenden Empfänger werten diese Töne aus und geben, falls ihre Kombination ausgesendet wurde, entweder Sirenen- oder stillen Alarm.

Aber auch im Zeitalter moderner Alarmierungstechnik mit immer kleiner werdenden und individuell programmierbaren Funkmeldeempfängern hat die Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehren über Sirene immer noch einen hohen Stellenwert.

Während es in größeren Städten undenkbar wäre, die Feuerwehr bei oft mehreren Einsätzen pro Woche über Sirene zu alarmieren, ist dies besonders für kleinere Feuerwehren mit oft wenigen Einsätzen im Jahr meist die einzige Möglichkeit, überhaupt alarmiert werden zu können. Sie verfügen in der Regel über keine oder nur wenige Meldeempfänger.

Aber auch größere Wehren, die aufgrund der Einsatzhäufigkeit im Normalfall nur "still" über Meldeempfänger alarmiert werden, halten zusätzlich an der Möglichkeit der Sirenenalarmierung fest, um im Bedarfsfall bei größeren Schadenslagen möglichst viele Einsatzkräfte erreichen zu können.