Freie Zufahrten & Rettungsgassen

Freie Zufahrten

Wer kennt es nicht. In vielen Wohngebieten sorgen verkehrsberuhigte Zonen für gutes Wohnklima. Und vor oder hinter den Hindernissen, die oft schön bepflanzt sind, lässt es sich gut parken. Besonders da, weil sonst keine Parkstreifen vorhanden sind. Dadurch wird die ohnehin schon schmale Straße weiter eingeengt. Selbst in Kurven oder Wendehämmern wird geparkt. Da kommt man mit einem normalen PKW gerade noch so durch.

Aber was machen wir mit unseren großen Löschfahrzeugen in dieser Situation?

Wir kommen oft nicht weiter, müssen lange warten und auf uns aufmerksam machen. Manchmal schaffen wir es, einen PKW zu Seite zu „schaukeln“, aber dabei vergeht viel Zeit. Zeit, die wir dringend zum Retten von Menschenleben oder zur Brandbekämpfung benötigen!

Wir befürchten, dass wir eines Tages in einer engen Straße stecken bleiben und nicht schnell genug an ein brennendes Haus herankommen.
Wollen Sie dann der Besitzer des Autos sein, das uns den Weg versperrt hat? Sicher nicht!

Achten Sie bitte darauf, dass besonders in Verkehrsberuhigten Zonen und Neubaugebieten die Straßen für Feuerwehrfahrzeuge passierbar bleiben (min. 3 Meter). Und achten Sie darauf, dass keine wichtigen Feuerwehrzufahrten und Hydranten zugeparkt werden.

Dann haben wir auch eine Chance, Ihnen zu helfen!

Sehr anschaulich zeigt die Feuerwehr Weißenfels auf ihrem Flyer, warum sie für die zügige Anfahrt zu einem Einsatzort eine bestimmte Fahrbahnbreite braucht. Foto: Feuerwehr Weißenfels

Rettungsgasse

Aber auch das Bilden von Rettungsgassen wird immer öfter vernachlässigt oder falsch ausgeführt.
Was viele nicht wissen: Die Rettungsgasse muss bereits dann gebildet werden, wenn der Verkehr stockt und nicht erst dann, wenn die Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen.

Doch wie wird eine Rettungsgasse korrekt gebildet?
Hier eine kleine Eselsbrücke zum Merken:

Die Grafik zeigt, wie es geht: Nur Autos auf der linken Spur fahren nach links, alle anderen nach rechts. Foto: NDR